BUND Kreisverband Wiesbaden

Mehr Gemüse auf den Grill

13. August 2020 | BUND-Tipps, Landwirtschaft, Lebensräume, Massentierhaltung, Nachhaltigkeit

Vegetarisch grillen, ganz ohne Fleisch? Es gibt viele Argumente für mehr Gemüse auf dem Grill! Es schmeckt lecker und ist gut für die Umwelt.

Mit Mozzarella gefüllte Peperoni, eingelegte Auberginen, Grill-Gemüse mit Feta aus der feuerfesten Schale, Kartoffeln, Maiskolben oder Champignons mit Kräuterbutter statt bergeweise Schnitzel und Würstchen…. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und schützen so gleichzeitig das Klima. Oder probieren Sie einfach vegetarisches und veganes Grillgut: Grillkäse, Schnitzel, Steaks, Brat- und Grillwürstchen, geräuchert oder mariniert auf Basis von pflanzlichem Eiweiß, etwa aus Soja, Tofu oder Seitan ähneln Fleischprodukten verblüffend in Form und Geschmack. Achten Sie bei Sojaprodukten zudem auf europäischen Anbau – so wurden weder die Regenwälder für den Soja-Anbau abgeholzt, noch lange Strecken für den Transport zurückgelegt.

Die Produktion tierischer Nahrungsmittel belastet Umwelt und Klima besonders stark. Die Erzeugung von einem Kilogramm Rindfleisch benötigt beispielsweise 15.400 Liter Wasser und es werden dabei fast 22 Kilogramm CO2* ausgestoßen. Rund ein Fünftel aller klimaschädlichen Treibhausgase weltweit geht auf das Konto der Viehzucht.

Wenn es für den Grillabend doch Fleisch wird, wählen Sie am besten Wildfleisch aus regionaler Jagd, Bio-Fleisch oder Fleisch mit dem Neuland-Siegel.

Übrigens: Natürlich zählt auch, was unter dem Rost glüht: Grillkohle nur ohne Tropenholz! Und nach dem Grillen auf öffentlichen Plätzen den eigenen Müll einsammeln – Folien, Flaschen und Verpackungen gehören in den Müll und nicht ins Gebüsch.

Guten Appetit!

*laut Berechnung der Albert-Schweizer-Stiftung: https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/1-kg-rindfleisch

Hinweis:

Wichtig ist beim Grillen im Freien, unbedingt darauf zu achten, ob es derzeit überhaupt von der Gemeinde/Land Hessen erlaubt ist und dass bei der derzeitigen Trockenheit eine Brandgefahr ausgeschlossen wird. Gerade bei Waldbrandgefahr oder trockener Witterung reicht schon die heiße Abluft des Grills, um eine Katastrophe auszulösen. Grundsätzlich muss zwischen einem Grill oder Lagerfeuer und einem Wald ein Mindestabstand eingehalten werden. Auch darf die übrig gebleibene, vielleicht noch heiße Asche nicht einfach irgendwohin entsorgt werden. Das Bereitstellen eines Feuerlöschers und einer Löschdecke ist zu empfehlen.
Es empfiehlt sich auch, nur Grills mit GS- und Q-Siegel für geprüfte Sicherheit und Qualität des TÜVs oder mit der Industrienorm DIN EN 1860 – 1 einzusetzen. Auch bei den Anzündhilfen ist zu raten, auf die TÜV-Siegel und die Norm DIN-EN 1860-3 zu achten.

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